Slitere Nationalpark

Meer, Sandstrände, Dünen und Kiefernwälder sind die typischen Landschaftselemente im Slitere Nationalpark. Zu Sowjetzeiten war das Gebiet Sperrzone, sodass die Natur hier recht unbehelligt gedeihen konnte.

Der Park ist bedeutend für den Vogelzug, so lassen sich von hier vor allem im Frühjahr unzählige Zugvögel beobachten. Die Welt der Reptilien ist mit Kreuzkröten, Sumpfschildkröten und Schlingnattern vertreten.

Zu Fuß oder per Fahrrad kann man den Slitere Nationalpark am besten erkunden. An einigen Stellen gibt es Naturpfade, so etwa am Kap Kolka oder bei Enazi, wo die interessante Steilküste zu besichtigen ist.

Am Kap Kolka treffen die Ostsee und die Rigaer Bucht aufeinander, das Meer ist hier sehr aufgewühlt und unruhig – schwimmen ist an dieser Stelle verboten. Einige Schiffswracks sollen hier auf Grund liegen. Im Leuchtturm von Slitere, erbaut 1850, befindet sich das Informationszentrum des Nationalparks. Am Kap Kolka gibt es außerdem ein Besucherzentrum.

Auf dem Gebiet des Nationalparks war früher das Siedlungsgebiet der Liven, heute leben hier vermutlich nur noch ein paar hundert Angehörige des finno-urgischen Volkes. Sie pflegen eine eigene Tradition und sprechen eine eigene, nahezu ausgestorbene Sprache. Die Livenküste steht seit 1991 kulturhistorisch unter Schutz. In Mazirbe steht das „Haus des Livischen Volkes“. Hier finden Veranstaltungen statt, eine Ausstellung informiert über die Livische Kultur.